Research in Germany: Internationalisierungsstrategie



Internationalisierungsstrategie

Deutschlands Rolle in der globalen Wissensgesellschaft stärken

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Globale Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft können nur gemeinsam bewältigt werden. Dazu gehören der Klimawandel, Fragen der Ernährung und Nahrungsmittelproduktion, die Sicherung der Energieversorgung, die Bekämpfung von Armut und Infektionskrankheiten sowie Fragen zu Sicherheit und Migration. Das hat die Bundesregierung veranlasst, 2008 die Internationalisierungsstrategie für Wissenschaft und Forschung aufzulegen.

Vier prioritäre Ziele:

  • Zusammenarbeit der besten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stärken: Die Internationalisierungsstrategie setzt darauf, die besten Köpfe international zusammenzuführen. Zu diesem Zweck initiierte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unter anderem die Alexander von Humboldt-Professur. Sie ermöglicht herausragenden Wissenschaftlern langfristige Forschungsaufenthalte an deutschen Hochschulen. Auch der erfolgreiche Sofia Kovalevskaja-Preis für Nachwuchswissenschaftler wird fortgeführt. Zudem erhöhen bereits etablierte und neue attraktive Stipendienprogramme die Mobilität deutscher Studierender und die Attraktivität Deutschlands als Gastland für ausländische Studierende und Jungakademiker. Auch die zunehmende internationale Ausrichtung von Förderprogrammen sowie zahlreiche bi- und multilaterale Abkommen fördern die Kooperation mit den besten Teams der Welt.
  • Innovationspotenziale international erschließen: Damit deutsche Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben, müssen sie mit den besten Partnern weltweit kooperieren. So profitieren sie von aktuellen Erkenntnissen und Entwicklungen und stärken gleichzeitig den Innovationsstandort Deutschland.
  • Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern in Bildung, Forschung und Entwicklung nachhaltig stärken: Als wichtige Partner in der internationalen Zusammenarbeit sieht die Internationalisierungsstrategie Entwicklungs- und Schwellenländer. Deutsche Forscher sollen mit ihren Kollegen aus diesen Ländern auf Augenhöhe zusammenarbeiten und so Partnerschaften für zukünftige Wissenschafts- und Wirtschaftszentren knüpfen. Diese Initiative geht auch mit einer besseren Ausbildung von Fach- und Führungskräften in den Entwicklungsländern einher. Angepasste und aufeinander abgestimmte Instrumente der Entwicklungszusammenarbeit und der wissenschaftlich-technologischen Zusammenarbeit bilden wichtige Voraussetzungen für die Kooperation der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.
  • International Verantwortung übernehmen, um globale Herausforderungen zu bewältigen: Die drängenden Probleme der Gegenwart sind nur gemeinsam zu lösen und Deutschland wird seine Potenziale in Wissenschaft und Innovation zur Lösung einbringen. Damit verknüpfen sich Deutschlands wissenschaftspolitische mit seinen außen- und entwicklungspolitischen Zielen. So hat sich der Dialog mit den G8- und OECD-Staaten über eine internationale Forschungsagenda etabliert und Deutschland eine Führungsrolle übernommen. Die Themen: Der Klimawandel, die Sicherung der Energieversorgung sowie die Bekämpfung von Armut und Infektionskrankheiten.

Werbung für den Innovations- und Forschungsstandort Deutschland

Umgesetzt werden die in der Internationalisierungsstrategie definierten Ziele zum Beispiel mit der 2006 von der Bundesregierung gestarteten Initiative „Werbung für den Innovations- und Forschungsstandort Deutschland“. Unter der Marke „Research in Germany“ wirbt sie für eine verstärkte Kooperation mit bestimmten Ländern und zu ausgesuchten Themen- sowie Länderschwerpunktthemen, in denen Deutschland traditionell stark ist. Mehr zu den Schwerpunktenthemen finden Sie auf der englischsprachigen Seite:

Der Europäische Forschungs- und Innovationsraum

Der Europäische Forschungsraum ist für Deutschland ein Schwerpunkt der internationalen Kooperation. Gleichzeitig ist Deutschland ein zentraler Akteur bei seiner Gestaltung. Der im Rahmen des Bologna-Prozesses entstehende europäische Hochschulraum soll auch die akademische Mobilität in Europa erhöhen. Dahinter steht die im Lissabon-Prozess festgeschriebene Überzeugung, dass Europa nur erfolgreich zusammenwachsen kann, wenn Bildung und Forschung eine Schlüsselrolle spielen.

Mit der Gründung des European Research Council (ERC) in 2006, den Deutschland mit gestaltet hat, wurde eine Institution zur Finanzierung von herausragender Forschung in Europa geschaffen. Das Europäische Institut für Innovation und Technologie (EIT) entstand maßgeblich während der deutschen Ratpräsidentschaft. Zusätzlich schafft das European Strategy Forum on Research Infrastructures (ESFRI) unter Beteiligung der Bundesregierung moderne Forschungsinfrastrukturen wie den Röntgenlaser XFEL oder verschiedene Beschleunigeranlagen für europäische Forscherinnen und Forscher.


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