Research in Germany: Hightech-Strategie 2020 für Deutschland

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Hightech-Strategie 2020 für Deutschland

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Mit der Hightech-Strategie setzt die deutsche Bundesregierung auf die Zusammenarbeit aller Ressorts und Politikfelder. Sie ist die erste übergreifende nationale Innovationsstrategie. Ihr Ziel: Deutschland soll sich als international wettbewerbsfähiger Standort in einer wissensbasierten Gesellschaft weiter erfolgreich entwickeln und so die Basis für künftigen Wohlstand sichern. Die Hightech-Strategie wurde 2006 auf den Weg gebracht, als Ziel der Bundesregierung 2009 fortgeschrieben und 2010 zur „Hightech-Strategie 2020“ weiterentwickelt.

Fünf Felder, in denen Deutschland Vorreiter werden soll

Ziel der Hightech-Strategie ist es, Leitmärkte zu schaffen, die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu vertiefen und die Rahmenbedingungen für Innovationen weiter zu verbessern. Sie orientiert sich am Nutzen neuer Technologien für die Menschen. Die Strategie formuliert fünf Felder, die für Herausforderungen von globaler Dimension stehen:

  • Klima/Energie 
  • Gesundheit/Ernährung
  • Mobilität
  • Sicherheit 
  • Kommunikation

Durch die Hightech-Strategie sollen Wissenschaft und Wirtschaft in Deutschland zum Vorreiter für Lösungen auf diesen Feldern werden. So entstehen auch Impulse für Wachstum und Beschäftigung.

Zukunftsprojekte

Die Hightech-Strategie rückt mit sogenannten Zukunftsprojekten konkrete gesellschaftlich und global relevante Ziele in den Fokus von Forschung und Technologie. In den kommenden 10 bis 15 Jahren sollen zu diesen Zielen Strategien entstehen und umgesetzt werden. Die „Hightech-Strategie 2020“ nennt als Beispiele für Zukunftsprojekte: 

  • Die CO2-neutrale, energieeffiziente und klimaangepasste Stadt 
  • Intelligenter Umbau der Energieversorgung
  • Nachwachsende Rohstoffe als Alternative zum Öl 
  • Krankheiten besser therapieren mit individualisierter Medizin 
  • Mehr Gesundheit durch gezielte Ernährung 
  • Auch im hohen Alter ein selbstbestimmtes Leben führen 
  • Eine Million Elektrofahrzeuge in Deutschland bis 2020
  • Effektiverer Schutz für Kommunikationsnetze
  • Mehr Internet bei weniger Energieverbrauch nutzen
  • Das Wissen der Welt digital zugänglich und erfahrbar machen
  • Arbeitswelt und -organisation von morgen

Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft stärken

Damit aus Forschungsergebnissen schnell Produktinnovationen werden, müssen Wissenschaft und Wirtschaft eng zusammenarbeiten. Die Hightech-Strategie fördert daher strategische Partnerschaften und Innovationsallianzen, die die Kräfte bündeln und Synergien schaffen. Besonders der innovative Mittelstand in den leistungsfähigen deutschen Kleinen und Mittleren Unternehmen (KMU) erhält so genannte Technologie-Förderung und gibt so Anreize für Forschungskooperationen. Erfolgsbeispiele sind unter anderem die Kooperationen zur Verbesserung der Energie- und Automobileffizienz. Ein weiteres Erfolgsmodell ist der Spitzencluster-Wettbewerb. Er soll die leistungsfähigsten, regionalen Cluster auf dem Weg in die internationale Spitzengruppe unterstützen.

Europa als Rahmen

Die Hightech-Strategie als nationale Initiative ist eng in die europäische Wachstumspolitik eingebunden. Sie fügt sich als ein Baustein in den Prozess „Europa 2020“ ein, mit dem die Europäische Kommission und Europäischer Rat Bildung, Forschung und Innovation ins Zentrum rücken.

Nachhaltige Entwicklung

Um die Hightech-Strategie als nachhaltiges Instrument zu etablieren, lässt sich die Bundesregierung von unabhängigen Partnern beraten: von der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) sowie die Forschungsunion Wirtschaft-Wissenschaft. Die Forschungsunion setzt sich aus Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen und legt kontinuierlich Vorschläge sowie konkrete Handlungsempfehlungen zu den Innovationsfeldern vor. Sie fokussiert als zentrales innovationspolitisches Beratungsgremium auf die fünf Felder der Hightech-Strategie und wird Zukunftsprojekte erarbeiten. Der erste EFI-Bericht 2007 belegte den Erfolg der Hightech-Strategie: Sie hat wichtige Impulse gesetzt und viele Prozesse angestoßen.

Stand: Februar 2011


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